Lehrfahrten

Lernort Staatsregierung: Zu Besuch in der Landeshauptstadt

Im Rahmen des Programms "Lernort Staatsregierung" besuchten die Studierenden der Höheren Landbauschule am 9. März 2020 das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) sowie die Staatskanzlei in München.
Im Staatsministerium beleuchtete der Vortrag "Landwirtschaft in Bayern" die Vielfalt und die Herausforderungen der bayrischen Landwirtschaft. Die Studierenden waren außerdem gespannt, mehr über die Tätigkeit der Staatsministerin zu erfahren. Darüber berichtete Stephan Sedlmayer vom Referat Landtag des StMELF. Er informierte über die Aufgabenbereiche und die tägliche Arbeit von Ministerin Michaela Kaniber.

Studierende besuchen Berlin, Grüne Woche und mehrere Betriebe

Vom 16. bis 21. Januar 2020 reisten die Studierenden der HLS Rotthalmünster nach Berlin. In der Stadt besichtigten sie verschiedene Sehenswürdigkeiten, darunter den Bundestag, das Brandenburger Tor, die Berliner Mauer und einen Bombenschutzbunker (Berliner Unterwelten), in dem ca. 30.000 Personen bei Bombenangriffen im 2. Weltkrieg Schutz suchten. In der Gedenkstätte Hohenschönhausen erzählte ein Zeitzeugen den jungen Landwirten vom Vorgehen der Stasi in der ehemaligen DDR und seinen eigenen Erfahrungen als Häftling.
Ein Höhepunkt der Fahrt war die Internationalen Grünen Woche sowie das zugehörige Rahmenprogramm, darunter die Landjungendfete.
Abräumförderbrücke und Dresden
Auf dem Weg Richtung Dresden legte die Gruppe einen Zwischenstopp in Lichterfeld ein. Dort steht die Abraumförderbrücke F60, die größte bewegliche Arbeitsmaschine der Welt. Die Abtragsmächtigkeit dieser Maschine in Kombination mit zwei Baggern beträgt in Hoch- und Tiefschnitt insgesamt 60 Meter.
In Dresden zeigte eine Stadtführerin den Studierenden die historische Innenstadt, unter andern den Zwinger, die Frauenkirche und die Semperoper.
Betriebsbesichtigungen
Um eine Vorstellung von der Landwirtschaft in den neuen Bundesländern Landwirtschaft zu bekommen, besuchten die Studierenden Betriebe rund um Dresden. Das Spektrum umfasste Betriebe mit 650 Milchkühen und 10 Melkrobotern, 3600 Zuchtsauen, 70000 Legehennen in Direktvermarktung und auch reine Ackerbaubetriebe mit ein paar tausend Hektar. Bei jedem landwirtschaftlichen Unternehmen waren die Betriebsleiter oder Verwalter vor Ort und standen den jungen Landwirten Rede und Antwort.

Besichtigte Betriebe:

  • Betrieb Gröbner: Ackerbau, Schweinezucht, Schweinemast, Milchvieh, Biogas
  • Betrieb Schönleber: Ackerbau mit Hanfanbau, Ferkelerzeugung
  • Betrieb Vorwerk Podemus: Ceres Award Gewinner 2016, Biolandwirt mit Direktvermarktung
  • Betrieb Weber: Legehennen in Boden, Freiland und Biologischer Haltung, Direktvermarktung mit Schlachterei
  • Betrieb Schmid mit 580 Milchkühen: Bekannt aus der BR Serie "Stallgeschichten"

Lehrfahrten 2019

Agritechnica und Betriebe besichtigt

Um den eignen Horizont zu erweitern, besuchten die Studierenden der HLS im November 2019 die landwirtschaftliche Messe Agritechnika in Hannover. Dort besichtigten sie Neuheiten und Innovationen der Landmaschinenhersteller. Zudem knüpften sie Kontakte zu regionalen Kundenbetreuern der Firmen.
Weitere Stationen standen auf dem mehrtägigen Programm: Die Studierenden erhielten am Abend Informationen von Herrn Lichtenegger, Regionalvertreter von K + S, über die Produkte von Kali. Zudem besuchten sie das Erlebnisbergwerk Merkers in Westthüringen. Ein Höhepunkt: die Kristallhöhle, die sich am tiefsten Punkt des Bergwerkes – 807 Meter – befindet.
LVV-Ökozentrum Werratal
Im LVV-Ökozentrum Werratal erläuterte Betriebsleiter Baumann die Eckdaten des landwirtschaftlichen Betriebes, der seit 1992 biologisch wirtschaftet.

Neue Heimat erkundet

Am 8. Oktober 2019 machte sich der Jahrgang auf den Weg, um die "neue Heimat" rund um Rotthalmünster zu erkunden. Das erste Ziel war die neue Zentrale der Raiffeisen Handels GmbH auf einem 40.000 Quadratmeter großen Gelände in Penning.
Bei der Weiterfahrt erklärte Schulleiter Robert Schnellhammer die Gegend und - bei einem Zwischenstopp auf seiner abgeernteten Maisfläche - die "Königswiese", die durch ihren extrem hohen Tonanteil als sehr schwierig zu bearbeiten gilt.
Weiter ging es zur Trocknungsgenossenschaft Reding, wo Geschäftsführer Georg Grill eine sehr interessante Führung gab. Beeindruckend waren die Ausmaße der GmbH: 100.000 Tonnen Lagerkapazität und ca. 100 Tonnen Trocknungsleistung je Stunde sprachen für sich.
Vom Lohnunternehmen bis zum Museum
Nach der Mittagspause machten die Studierenden Stopp bei Ernst Grömer, einem Lohnunternehmer. Anschließend informierten sie sich in Mittich über die Ausmaße des Hochwassers von 2013. Im Landwirtschaftlichen Museum in Inzing bekamen die Studierenden abschließend Einblicke in die Landwirtschaft von früher.

Große Lehrfahrt: HLS reist nach China

Am 12. Mai 2019 starteten die Studierenden der HLS ihre China-Reise. Nach ca. zehn Flugstunden erlebten sie einiges: vom Sightseeing und einer Rikschafahrt in Peking über traditionelles Essen in der Mongolei bis hin zu landwirtschaftlichen Betrieben und der chinesischen Mauer. Am 19. Mai 2019 endete die Reise mit vielen neuen Eindrücken.

In Peking besuchten die Studierenden:

  • Rinderschlachtbetrieb mit Mast, Schlachtbetrieb und Hotpot-Restaurant
  • Chips- und Tofufabrik
  • Vortrag eines Landwirtschaftsprofessors
  • Markt mit Frischfleischabteilung, Obst, Gewürzen und weiteren Lebensmitteln für den täglichen Bedarf
  • Ackerbaubetrieb, der auf ca. 30 Hektar Weizen, Mais und Wassermelonen anbaut - und Unkrautbehandlung per Hand
Innere Mongolei
Mit dem Nachtzug ging es außerdem in die innere Mongolei in die Stadt Hohot. Dort standen auf dem Programm:
  • Milchviehbetriebe mit
    • ca. 2.500 Kühen, unter anderem mit Side by Side-Melkstand und Melkkarussel
    • Einblick in die Stallungen und Futterherstellung
  • Schafbetrieb mit nurmehr 70 von maximal 500 Schafen - Problem ist das geringe Interesse der Hofnachfolger, weshalb der Betrieb in den nächsten Jahren stillgelegt wird.
  • Pferdehaltender Betrieb mit anschließender Pferdemilchverkostung
  • Wollfabrik, die Schafwolle und Kaschmir verarbeitet

Von Rotthalmünster nach Berlin

Von 17. bis 22. Januar 2019 fuhren die Studierenden der Höheren Landbauschule Rotthalmünster nach Berlin und Dresden. In Berlin ging es hoch hinaus - auf die Kuppel des Reichstags mit ihrem beeindruckenden Ausblick über die Stadt - und in die Unterwelt. Die Studierenden begaben sich in die ehemaligen Luftschutzbunker. Einen bleibenden Eindruck hinterließ das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit der DDR, die Gedenkstätte Hohenschönhausen.
Ein spannendes Programm bot sich rund um die Internationale Grüne Woche: Sowohl die Messe selbst als auch der BayWa-Empfang und die Landjugendfete begeisterten die Studierenden.
Abraumförderbrücke und Dresden
Auf dem Weg von Berlin nach Dresden lohnte ein Zwischenstopp bei der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt, der Abraumförderbrücke F 60. Den Koloss aus über 11.000 Tonnen Stahl bestaunten die Studierenden bei einer Führung.
In Dresden ließ die Gruppe die wiederaufgebaute Altstadt und die zahlreichen Sehenswürdigkeiten auf sich wirken.
Beeindruckende Größenverhältnisse
Während der Lehrfahrt lernten die Studierenden unter anderem einen Milchviehstall mit rund 600 Milchkühen und 10 Robotern, einen Ferkelerzeugungsbetrieb mit 250.000 erzeugte Ferkeln pro Jahr sowie einen Ackerbaubetrieb mit mehreren hundert Hektar kennen.

Weitere Stationen:

  • Betrieb des CeresAward-Gewinners "Vorwerk Podemus" - als regionaler, selbstvermarktender Biobetrieb in ganz Dresden und Umgebung bekannt
  • Schmid GbR in Breitenbrunn (580 Milchkühe, Melkkarusell), überregional bekannt aus der Fernsehsendung "Unser Land"
  • Geflügelhof Weber: selbstvermarktender Legehennen-, Hähnchen- und Entenmastbetrieb

Lehrfahrten 2018

Studierende erkunden Passau

Die Studierenden der HLS Rotthalmünster kamen am 25. Oktober 2018 in den Genuss, die Drei-Flüsse-Stadt Passau zu besichtigen. Zwei Stadtführer gaben Einblicke in die Geschichte und das Geschehen der Stadt. Ausgehend von der Schiffsanlegestelle an der Donaulände über die Höllgasse, die örtliche Künstler prägen, ging die Gruppe zum Rathaus. Dort kennzeichnen Hochwassermarken, dass die Flüsse Donau, Inn und Ilz die Stadt bereits mehrmals überflutet hatten. Beim letzte große Hochwasser am 3. Juni 2013 wuchs Passau mit seinen zahlreichen Studenten (ca. 12.000) durch deren Hilfsaktion "Passau räumt auf" enger zusammen.
Das bekannteste Wahrzeichen der 50.000-Einwohner-Stadt ist wohl der Stephansdom. Er beherbergt die größte Domorgel der Welt mit knapp 18.000 Pfeifen. Hinter dem gotisch-barock geprägten Dom liegt die Bischofsresidenz. Früher bewohnten sie die Bischöfe, heute ist sie ein Museum. Mit einem Abendessen auf der Veste Oberhaus klang der Tag aus; von dort oben konnten die Studierenden die Stadt noch einmal begutachten.

Höhere Landbauschule erkundet Heimatlandkreis

Am 11. Oktober 2018 erkundeten die Studierenden der HLS mit Schulleiter Schnellhammer den Landkreis. Das erste Ziel der Tagesfahrt war die Trocknungsgenossenschaft Reding. Dort erhielt die Gruppe Einblick in einen hochmodernen Trocknungsbetrieb, der Körnermais durch Wasserentzug besonders wirtschaftlich lagerfähig macht. Die Anlage mit einem Tagesdurchsatz von 2.500 Tonnen und einer Lagerkapazität von 90.000 Tonnen beeindruckte die Schüler.
Nächste Station war der Lohn- und Lagerbetrieb von Ernst Grömer. Zu dessen Fuhrpark gehören zehn Schlepper und ebenso viele Güllefässer. Der Betrieb lagert zudem im großen Stil Körnermais für die Trocknung ein.
Weiter ging es unter anderem zum örtlichen Raiffeisen-Lagerhaus, das mit einer modernen Düngermischanlage hochwertige Mischdünger erzeugt, und zur Mitticher Pfarrkirche.
Bodenerkundung
Am Nachmittag erhielten die jungen Landwirte Einblick, wie unterschiedlich die Böden auf kurze Entfernung sein können und wie sich dieser Unterschied auch auf Fruchtfolge und Düngung auswirkt.
Landwirtschaft im Wandel
Letzte Station war das Bauernhofmuseum in Inzing. Die Exponate dort zeigten deutlich, wie sehr sich die Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten veränderte.

Praxisnah: Studierende auf der Alm

"Praktische Pflegearbeiten auf der Alm", lautete auch im September 2018 das Motto der Almexkursion der Höheren Landbauschule Rotthalmünster. Auf dem Weg zur Tiefentalalm an der Rotwand besichtigten die Studierenden das Rohrdorfer Zementwerk; die Größe und Technik des Werkes beeindruckten sie. Nächste Stationen waren die Tegernseer Naturkäserei in Kreuth, die ausschließlich Heumilch der eigenen Genossen verarbeitet und vermarktet, sowie die Talstation der Taubensteinbahn am Spitzingsee.
Alle Teilnehmer stiegen zu Fuß auf zur Kleintiefentalalm. Diese stellten am nächsten Morgen die Besitzer Gschwendtner vor. Sie erläuterten, worauf es bei der Almwirtschaft ankommt. Es sei wichtig, Verbuschung zurückzudrängen und die Almweiden freizuhalten.
Schwendeinsatz
Anschließend folgte der praktische Schwendeinsatz. Mit Motorsägen, Axt und Astscheren ausgerüstet, lichteten die Studierenden die Latschenbestände aus und trugen abgeschnittene Äste zusammen. Sie suchten die Weideflächen nach Aufwuchs ab, der ausgerissen werden sollte. Nach zwei Stunden musste der Einsatz abgebrochen werden, weil der strömende Regen alle Teilnehmer völlig durchnässt hatte.
Almfachberater Johann Stöckl erläuterte Besonderheiten und Probleme der Almwirtschaft. Die "Flachländler" beeindruckte die Bewirtschaftung der Flächen.
Am nächsten Tag besichtigten die Studierenden auf der Rückfahrt Milchviehställe.
Wir danken den beiden Almbesitzern Gschwendtner, Almfachberater Johann Stöckl und dem Mitstudierenden Anton Huber, Neffe eines Almbesitzers, der diese Exkursion organisiert hat.

Stallbauexkursion: Kosten senken, Heufütterung und Biomilch

Studiereden des Seminars "Haltungssysteme Rind" besuchten im Juni 2018 drei Betriebe: Start war bei der Koller-Wierl GbR in Berbling bei Bad Aibling. Alois Koller und Peter Wierl erklärten, wie die Zusammenarbeit in der Bio-Kooperation seit mehr als 15 Jahren, einschließlich Generationenwechsel, funktioniert. Gebaut wurde in dieser Zeit dreimal, davon zweimal mit dem Innovationsteam unter der Leitung von Christiane Brandes.
Eine neue Heutrocknung stand als nächstes auf dem Programm. Der Betrieb Markus Winkler aus Babensham zeigte seine nagelneue Technik und seinen kombinierten Kurzrasenweide- und Heufütterungsbetrieb.
Unschlagbare Baukosten und innovative Lösungen waren Thema bei der Familie Krautenbacher in Tittmoning. Sie baute mit viel Fleiß und Können einen mehrhäusigen Stall aus Rundholz, in dem heute fast 10.000 kg gemolken werden.

Höhere Landbauschule in der Staatskanzlei

Anfang 2018 besuchten Schülerinnen und Schüler der Höheren Landbauschule Rotthalmünster im Rahmen des Programms "Lernort Staatsregierung" die bayerische Staatskanzlei. Als eine von neun Schulklassen aus allen Bezirken des Freistaats diskutierten sie in München mit Vertretern der Staatsregierung. Das Programm ermöglicht jungen Menschen, Politik vor Ort in der Staatskanzlei und den Fachministerien zu erleben und hinter die Kulissen der Landespolitik zu blicken.
Rund 230 Jugendliche aus allen Regierungsbezirken waren auf Einladung des damaligen Ministerpräsident Horst Seehofer gekommen und nahmen die Gelegenheit zum Gedankenaustausch mit den Mitgliedern der Staatsregierung wahr.
Gedankenaustausch mit Mitgliedern der Staatsregierung
Innenminister Dr. Joachim Herrmann eröffnete die Veranstaltung. Daneben standen Staatsministerin Melanie Huml, Staatsminister Dr. Marcel Huber sowie die Staatssekretäre Johannes Hintersberger und Bernd Sibler für anschließende Gespräche zur Verfügung.
Bildungspolitik diskutiert
Nachdem die Schülerinnen und Schüler am Vormittag mit Struktur und Aufgaben der jeweiligen Staatsministerien vertraut gemacht wurden, nutzten sie die Möglichkeit, am Nachmittag auch mit Staatssekretär Bernd Sibler aus dem bayerischen Bildungs- und Wissenschaftsministerium über aktuelle Themen der Bildungspolitik und die Arbeit der Staatsregierung zu diskutieren.
Einblick in den Politikbetrieb
Seit dem Bestehen des Programms haben mehr als 130.000 Schüler und mit ihnen auch die sie begleitenden Lehrkräfte einen Einblick in die Arbeit der Staatsregierung erhalten. Die Jugendlichen sollen "vor Ort" einen Einblick bekommen, wo Politik gemacht wird und wie der politische Entscheidungsprozess abläuft. In Gesprächen mit leitenden Beamten und mit Mitgliedern der Bayerischen Staatsregierung soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die Distanz zwischen Jugend und Staat abzubauen.

Lehrfahrt in den Osten Deutschlands

Auf der Lehrfahrt nach Berlin vom 18. bis 23. Januar 2018 besichtigten die Studierenden zunächst den Betrieb Schmid Matzelsberg, der durch die Sendung "Unser Land" bekannt wurde. Er hält 580 HF-Kühe in einem neu gebauten Stall mit ca. 11.000 Liter Herdenleistung.
In Berlin selbst besuchte die Gruppe die Grüne Woche und den Baywa-Abend. Interessant waren aber auch die Stadtrundfahrt, der Reichstag, das DDR-Museum sowie die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.
Auf dem Weg nach Sachsen besichtigten die Studierenden das Industriedenkmal Erdabraumförderbrücke F 60, das nur eineinhalb Jahre zum Kohleabbau verwendet wurde. Am Nachmittag begaben sie sich auf Stadtführung durch Dresden.
Verschiedene Betriebsformen
Erste Programmpunkte zu Beginn der neuen Woche waren ein Ackerbaubetrieb mit 1.600 Hektar sowie ein in der Nähe gelegener Wiedereinrichterbetrieb. Am Ende des Tages erhielten die Studierenden Einblick in einen typisch ostdeutschen Genossenschaftsbetrieb mit 1.500 Kuhplätzen und neu gebauten Ställen.
Raststätte Frankenfarm
Am Dienstagmorgen reiste die HLS-Gruppe Richtung Heimat. Unterwegs machte sie auf einem Geflügelhof mit ca. 78.000 Legehennen in Freilandhaltung Station. Das Mittagessen wurde in der Raststätte Frankenfarm, einem Zusammenschluss von 10 Landwirten eingenommen. Dort bekamen die Studierenden Einblick in die Gründung der Raststätte. In Rotthalmünster angekommen, waren sich alle einig: "Die Lehrfahrt war bisher eines der Highlights der Schulzeit."

Lehrfahrten 2017

HLS-Studierende auf der Agritechnica

Mähdrescher in Messehalle
Im November 2017 fuhren die Studierenden der Höheren Landbauschule Rotthalmünster nach Hannover zur weltgrößten Fachmesse für Landtechnik, der "Agritechnica". Sie begutachteten die technischen Fortschritte und löcherten die Vertreter der Hersteller mit Fragen. Die Messe mit ihren 23 Hallen ist an einem Tag nicht zu bewältigen, somit musste man sich Schwerpunkte überlegen.
Am zweiten Tag besuchten die Studierenden auf der Heimfahrt das Besucherbergwerk von Kali und Salz in Merkers bei Bad Hersfeld. Sie erlebten in einer dreistündigen Bergwerksführung den Kaliabbau, der für die Landwirtschaft sehr wichtig ist.
Letzte Station war das LVV-Ökozentrum Werratal in Thüringen - ein Biobetrieb mit ca.1.650 Hektar landwirtschaftlicher Fläche, 1.100 Rindern und 1.500 Schweinen. Die HLS'ler bekamen einen Einblick, wie Biobetriebe in dieser Größe wirtschaften.

HLS auf Landkreislehrfahrt

Im Oktober 2017 begaben sich die Studierenden der Höheren Landbauschule unter Leitung von Robert Schellhammer auf die jährliche Landkreislehrfahrt. Sie besichtigten die Genossenschaftstrocknung Reding und erlebten, was Landwirte in Zusammenarbeit betreiben können. Anschließend beeindruckte das Raiffeisen-Lagerhaus mit der stationären Düngermischanlage, die bis zu sechs Düngermittel miteinander mischen kann.
Neben dem Mietpark von Ernst Grömer für landwirtschaftliche Maschinen wurden auch die Böden im Rottal unter die Lupe genommen. Mit Testmethoden bestimmten die Studierenden die Bodenqualität. Zuletzt besichtigten sie ein Museum für alte Landwirtschaft. Hier merkte man wieder, wie anstrengend landwirtschaftliche Arbeit früher war.

Höhere Landbauschule im Nahen Osten

Ende Mai 2017 haben die Schüler der HLS Rotthalmünster im Rahmen der großen Lehrfahrt Israel erkundet. Los ging es in der Wüste Negev, im Süden des Landes. Dort wurden in zwei Tagen Gewächshäuser, Plantagen und ein Weinbaubetrieb besichtigt. Interessant waren die ausgeklügelten Bewässerungssysteme: Im ganzen Land gibt es ein Netz mit Trinkwasser und separatem, geklärtem Wasser, das v.a. für die Bewässerung genutzt wird. Durch intensive Forschungs- und Zuchtarbeit wird versucht, trockenheitstolerantere Sorten zu erhalten.
Bad im Toten Meer
Die zweite Nacht verbrachten wir in Zelten bei den Beduinen. Ein Besuch am Geburtshaus und Grab von David Ben Gurion, dem Gründer des Staates Israel, durfte natürlich nicht fehlen. Die Bademöglichkeit im Toten Meer wurde gern wahrgenommen und war eine besondere Erfahrung.
Kibbuz
Viele landwirtschaftliche Betriebe in Israel werden als Kibbuz betrieben. Das ist eine in Israel einzigartige Form einer sozialistischen Gemeinschaft mit oft mehreren 100 Personen.
Eine absolute Seltenheit sind ökologisch wirtschaftende Betriebe. Bei einem solchen Kibbuz mit Milchwirtschaft, Sonderkulturen, Waldorfschule und Agrotourismus erhielten wir die Gelegenheit selbst unser Mittagessen zuzubereiten.
Milchviehbetriebe in Israel
Während der Lehrfahrt wurden mehrere Milchviehbetriebe besichtigt. Alle hielten ihre Tiere in Kompostställen. Der Aufwand für Benebelung und Belüftung der Ställe ist enorm. Die Kühe danken es bei dreimaligem Melken aber auch mit 12.000 bis 13.000 Liter Milchleistung. Bei den Rindern werden einheimische Rassen eingekreuzt, die besser an die Hitze angepasst sind.
Religiöse Stätten
Bei der Weiterfahrt über die Städte Akko, Haifa und Jerusalem lag das Augenmerk unseres Reiseleiters auf den religiösen Stätten. So besuchten wir u.a. den Berg der Seligpreisungen und die Altstadt von Jerusalem mit dem Ölberg, der Grabeskirche und der Klagemauer. Dort erhielten wir vom Reiseleiter geschichtliche und religiöse Einblicke. Aber auch die Erkundung des Nachtlebens in Jerusalem war sehr schön.
Nach dem Besuch des Holocaustmuseums Yad Vashem ging es nach einer kurzweiligen und lehrreichen Woche im Heiligen Land wieder zurück.

Studierende fahren nach Berlin und Dresden

Am 20. Januar 2017 machten sich 40 Personen auf den Weg in die Hauptstadt. Auf dem Programm standen am ersten Tag eine Stadtrundfahrt, eine Führung durch das Stasi-Museum, ein Besuch im Bundestag, verbunden mit einem Rundgang in der Reichstagskuppel. Am Abend war die Gruppe dann zum BayWa-Empfang geladen.
Am zweiten Tag hinterließ eine Führung durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen bleibende Eindrücke. Am Nachmittag ging es auf die Grüne Woche sowie am Abend zur Landjugendfete. Am dritten Tag fuhr die Gruppe zur ehemaligen "Abraumförderbrücke F60" und anschließend nach Dresden.
Am vierten Tag standen ein Ackerbaubetrieb mit Ferkelerzeugung, eine Agrargenossenschaft mit Aquakultur und ein Milchviehbetrieb auf dem Programm. Diese waren, wie für die Betriebe in den neuen Bundesländern typisch, für unsere Verhältnisse riesig. Auf dem Rückweg am nächsten Tag wurde noch die HORSCH Maschinen GmbH in Sitzenheim besichtigt.