Schulstart an der Höheren Landbauschule Rotthalmünster
Neuer Jahrgang beginnt Weiterbildung – neue Lehrkräfte verstärken Kollegium

Mit einem Höchststand von 50 Studierenden ist im September 2026 das neue Studienjahr an der Höheren Landbauschule Rotthalmünster (HLS) gestartet. Die Junglandwirtinnen und Junglandwirte aus Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz – darunter sieben Frauen – absolvieren dort ihre Weiterbildung zur staatlich geprüften Agrarbetriebswirtin beziehungsweise zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt.

Das Studium an der HLS bereitet die Studierenden optimal auf die Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebs oder auf eine Führungstätigkeit in einem der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Bereiche vor. Neben betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und organisatorischen Themen vertiefen sie ihr Wissen in den produktionstechnischen Fächern und setzen sich mit Fragen der Persönlichkeitsbildung auseinander. Bis Ende Juli 2027 wird an der HLS ein vollständiges Landwirtschaftsjahr simuliert. Dabei verbinden die Studierenden theoretische Inhalte mit praktischen Erfahrungen auf dem rund 2.500 Parzellen umfassenden Versuchsfeld. Auch Exkursionen, Lehrfahrten sowie Gespräche und Diskussionen mit Funktionsträgern und Fachexperten gehören zum einjährigen Ausbildungsprogramm.

Der neue Jahrgang startete mit dem traditionellen Eröffnungsgottesdienst in der Pfarrkirche Rotthalmünster, den Pfarrer Jörg Fleischer zelebrierte. Bei der anschließenden Führung durch den Markt hieß Bürgermeister Günter Straußberger die neuen HLS-Studierenden willkommen. Dabei stellte er Rotthalmünster sowie wichtige Einrichtungen und Angebote des Marktes vor.

Auch im Lehrerkollegium gibt es in diesem Jahr einige neue Gesichter. Elisabeth Huber, Isabella Riedl, Stefan Heringlehner, Alexander Neiß, Hubert Vandieken und Julia Zitzelsperger verstärken das junge Team um Schulleiter Fabian Werner.

Werner freut sich über die hohe Zahl an Studierenden: „In Rotthalmünster können wir einen maßgeschneiderten Unterricht in zwei Klassen anbieten, der auf die unterschiedlichen Spezialisierungen der elterlichen Betriebe abgestimmt ist.“ Die hohe Studien- und Lehrqualität an der Höheren Landbauschule Rotthalmünster sei weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt, betont der Schulleiter. Dies bestätigen auch die neuen Mitglieder der Schulfamilie im Gespräch.

Groß
Tobias Groß
Tobias Groß aus Pettenau bei Ering am Inn hat einen der kürzesten Anreisewege. „Wir bewirtschaften zu Hause einen Betrieb mit Mastsauen und Ackerbau. Mein Vater hat bereits die HLS Rotthalmünster besucht, deshalb hatte ich die Schule schon lange im Blick. Ich möchte hier mein betriebswirtschaftliches Wissen vertiefen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig zu wissen, wie man gut wirtschaftet und das Beste aus seinem Betrieb herausholt“, berichtet der 22-Jährige, der zuvor die Landwirtschaftsschule in Pfarrkirchen besucht hatte.
Schemmer
Sebastian Schemmer
Der 21-jährige Sebastian Schemmer aus Loizenkirchen im Landkreis Landshut ist Absolvent der Landwirtschaftsschule Erding. Nach seinem Studium an der HLS möchte er den Betrieb seines Onkels übernehmen und weiterentwickeln. Auf dem Hof werden derzeit Bullen und Schweine gemästet. „Vielleicht baue ich noch ein drittes Standbein auf. In jedem Fall möchte ich meinen Horizont erweitern und neue Ideen für den Betrieb gewinnen“, sagt Schemmer.
Mauerer
Veronika Mauerer
Für Veronika Mauerer aus Unterdietfurt im Landkreis Rottal-Inn war die Landwirtschaft schon immer eine Herzensangelegenheit. Zwar arbeitete die 28-Jährige zunächst als Technische Systemplanerin, doch der landwirtschaftliche Familienbetrieb ließ sie nie los. Deshalb entschied sie sich, ihren Traum zu verwirklichen, und holte die landwirtschaftliche Ausbildung inkl. Besuch der Landwirtschaftsschule Pfarrkirchen nach. „Der betriebswirtschaftliche Schwerpunkt ist für mich jetzt noch das I-Tüpfelchen meiner Ausbildung“, erklärt Mauerer.
Hasenöhrl
Franz Hasenöhrl
Franz Hasenöhrl aus Ainring im Berchtesgadener Land nimmt eine der weitesten Anreisen nach Rotthalmünster auf sich. Der 28-Jährige war zunächst als Mechatroniker tätig, bevor er sich beruflich neu orientierte und an der Akademie für Land- und Almwirtschaft Südostoberbayern am AELF Traunstein die Weiterbildung zum Landwirt absolvierte. Zu Hause bewirtschaftet seine Familie einen eher kleinen Milchviehbetrieb. „Mit dem Besuch an der HLS möchte ich mich bestmöglich auf die Zukunft vorbereiten – ganz gleich, was sie bringt. Vielleicht ergibt sich für mich später auch eine Tätigkeit als Angestellter im landwirtschaftlichen Bereich“, erzählt Hasenöhrl.